Diana Rojas-Feile
Corazón Rudo
Zürich, BogotáMit der multimedialen, performativen Installation «Corazón Rudo» richtet die Zürcher Künstlerin und Forscherin Diana Rojas-Feile den Blick auf die Folgen des kolumbianischen Bürgerkriegs und die Frage, wie eine Gesellschaft nach jahrzehntelanger Gewalt Wege zurück zum Frieden findet. Im Zentrum stehen die Geschichten ehemaliger Kindersoldat*innen und ihre Erfahrungen von Gewalt, Widerspruch und Reintegration. Durch Zuhören, Erinnerung und poetische Bilder entsteht ein Raum für Reflexion über Würde, Resilienz und die Möglichkeit einer Zukunft ohne Krieg.
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Wie findet eine Gesellschaft nach über sieben Jahrzehnten Bürgerkrieg zurück zum Frieden? Mit «Corazón Rudo» richtet die Zürcher Künstlerin und Forscherin Diana Rojas-Feile den Blick auf ihre kolumbianische Heimat. Der kolumbianische Bürgerkrieg, einer der längsten der Geschichte, ist geprägt von historischer Ungleichheit, politischer Marginalisierung und den ökonomischen Interessen des internationalen Drogenmarkts. Auch zehn Jahre nach dem Waffenstillstandsabkommen zwischen bewaffneten Gruppen und der Regierung bleiben viele Traumata unaufgearbeitet.
Diana Rojas hat mit ihrem Team zahlreiche Gespräche geführt und vor allem zugehört. Besonders erschütternd ist das Schicksal von Kindern, die von illegalen bewaffneten Gruppen rekrutiert wurden. Ihre Geschichten stehen im Zentrum der multimedialen, performativen Installation. Sie erzählen von ihrem Leben vor, während und nach ihrer Zeit als Guerillakämpfende, von politischen und persönlichen Herausforderungen, von Widersprüchen, Gewalt und Reintegration.
Ausgehend von ihren Perspektiven entfaltet sich eine Reflexion über Würde und Resilienz. Wie lässt sich Gewalt erinnern, ohne sie zu reproduzieren? Und wie kann Kunst einen Ort des gemeinsamen Zuhörens schaffen? «Corazón Rudo» lädt das Zürcher Publikum ein, in einen poetischen Erfahrungsraum einzutauchen und über eine Zukunft ohne Krieg nachzudenken.
Daten und Tickets
Vorstellungen ab heute- Do 27.08. 20:30 - 21:40 CHF 40.–/20.–
- Fr 28.08. 20:30 - 21:40 CHF 40.–/20.–
- Sa 29.08. 20:30 - 21:40 CHF 40.–/20.–
- So 30.08. 19:30 - 20:40 CHF 40.–/20.–
Begleitprogramm
Publikumsgespräch
Fr 28.8., nach der Vorstellung
Stammtisch
Kein Mindestalter für den Krieg
Do 20.8., 21.00 Uhr
Künstlerische Leitung und Besetzung
| Regie, Recherche & Konzept | Diana Rojas-Feile |
|---|---|
| Dramaturgie | Matthias Mohr Sarmiento |
| Musikalische Leitung | Juan Forero |
| Komposition | Juan Forero, Diana Restrepo, Victor Moser |
| Performance | Juan Forero, Victor Moser, Diana Restrepo und Diana Rojas-Feile |
| Gesang | Elena Hinestroza, Eblin Grueso |
| Sänger*innen | «Mujeres Unidas por la Vida» |
| Video und Raumkonzept | Sebastian Múnera |
| Räumliche Umsetzung Schweiz | Theres Indermaur |
| Motion Design | Juliana Castro Duperly |
| Kostüme | Catalina Giangrandi |
| Dokumentarische Fotos | Julián Lineros |
| Technische Leitung & Licht Design | Stanly Aguilar |
| Technische Leitung | Benjamin Auer |
| Forschungsassistenz | Jenny M. Díaz Muñoz |
| Regie- & Produktionsassistenz | Leonore del Mestre |
| Bühnenbildassistenz | Cyril Lüthi |
| Psychologische Begleitung | Johanna Miranda |
| Beratung Zugänglichkeit | Edwin Ramirez |
| Beratungsteam | Priska Gisler, Annemarie Matzke |
| Foto | María Angelica Meija |
Produktion
| Produktion | Nova et Vetera, Catalina Schriber |
|---|---|
| Koproduktion | Zürcher Theater Spektakel, Fabriktheater Rote Fabrik, Centro Nacional de las Artes Delia Zapata Olivella |
| Unterstützung | Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, Schweizerischer Nationalfonds, Hochschule der Künste Bern, Schweizerische Botschaft in Kolumbien und Schweizer Kulturfonds des Bundesamtes für Kultur, UNICEF Schweiz und Liechtenstein, SüdKulturFonds artlink, Landis & Gyr Stiftung, Migros Kulturprozent Zürich, Cassinelli–Vogel-Stiftung, Jurisdicción Especial para la Paz |
| Premiere | 27. August 2026, Zürcher Theater Spektakel |