Nabil Al-Raee & unavezenlavida
Trapped in Hope
Flüchtlingslager Al-Aroub, MadridWer unter Besatzung lebt, hat nicht das Privileg, hoffnungslos zu sein. «Trapped in Hope» ist ein dringlicher, persönlicher Bericht aus der Perspektive des palästinensischen Volkes. Nabil Al-Raee erzählt von einem Alltag unter Besatzung – und von Theater als Praxis des gewaltlosen Widerstands. Das Stück stellt Fragen nach Macht und Deutungshoheit: Wer spricht, wer wird gehört, und wer bestimmt, was bleibt? Entwickelt mit dem spanischen Kollektiv unavezenlavida, wird es zu einem Ort der Auseinandersetzung, der dominante Narrative infrage stellt – gegen Schweigen und Vergessen.
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Wer unter Besatzung lebt, hat nicht das Privileg, hoffnungslos zu sein. Hoffnung ist zugleich Notwendigkeit und Last – ein Paradox, das diesem dokumentarischen Theaterabend seinen Titel gibt. Auf der Bühne steht Nabil Al-Raee, der im Flüchtlingslager Al-Aroub im Westjordanland lebt und viele Jahre das Freedom Theatre in Jenin leitete. In «Trapped in Hope» erzählt er aus seiner eigenen Biografie und einer künstlerischen Praxis, die Theater als Raum des Widerstands versteht.
Das Stück setzt sich mit dem fortdauernden Streben nach Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes auseinander und wirft zentrale Fragen auf: Wer darf sprechen? Wer wird gehört? Und wer hat die Macht, Geschichte zu schreiben? Aus einer Erfahrung heraus, die noch immer viel zu selten Gehör findet, entsteht ein dichter, persönlicher und politischer Erzählraum.
Gemeinsam mit Miguel Oyarzun und Juan Ayala vom spanischen Kollektiv unavezenlavida entwickelt, wird das Stück zur Begegnung zwischen einem palästinensischen Theatermacher und einem internationalen Publikum. Im Zentrum steht die gemeinsame Präsenz – als Raum des Zuhörens, des Teilens und des Vorstellens anderer Zukünfte: jenseits von Gewalt, getragen von der Kraft des Theaters.
Daten und Tickets
Vorstellungen ab heute- Sa 22.08. 19:00 - 20:20 CHF 40.–/20.–
- So 23.08. 19:30 - 20:50 CHF 40.–/20.–
- Mo 24.08. 19:00 - 20:20 CHF 40.–/20.–
Begleitprogramm
Publikumsgespräche
nach allen Vorstellungen
Stammtisch
Theater zwischen Widerstand und Verständigung
Di 18.8., 20.00 Uhr
Barrierefreiheit
Einfach gesagt
«Trapped in Hope» (auf Deutsch: «Gefangen in der Hoffnung») ist ein Theaterstück. Es erzählt vom Leben unter Besatzung aus Sicht des palästinensischen Volkes. Eine Besatzung ist, wenn militärische Truppen ein Staatsgebiet besetzen.
Der Text ist persönlich und sehr direkt. Der Performer Nabil Al Raee berichtet von seinem Alltag. Er zeigt, wie das Leben unter Besatzung aussieht. Gleichzeitig spricht er über Theater als eine Form von friedlichem Widerstand. Er spricht auch direkt mit dem Publikum und bezieht dieses in das Stück ein.
Das Stück wird zu einem Ort für Diskussion und Nachdenken. Es stellt verbreitete Erzählungen infrage und möchte gegen Schweigen und Vergessen wirken.
Inhaltliche & Sensorische Hinweise
Das Theaterstück setzt sich mit Gewalt und Folter auseinander und enthält persönliche Berichte sowie Szenen emotionaler Belastung.
Der Performer interagiert direkt mit dem Publikum und lädt Zuschauer*innen ein, sich mündlich einzubringen oder freiwillig auf der Bühne mitzuwirken.
Die Aufführung enthält Theaternebel.
Künstlerische Leitung und Besetzung
| Text | Nabil Al-Raee, Juan Ayala, Miguel Oyarzun |
|---|---|
| Performance | Nabil Al-Raee |
| Regie | Juan Ayala, Miguel Oyarzun |
| Dramaturgie | Yasmeen Audisho Ghrawi |
| Bühnenbild, Kostüm & Projektionen | Darina Jabr |
| Lichtdesign | Valentín Álvarez |
| Musik | Nabil Al-Raee |
| Sounddesign | Kyria Libia |
| Produktion | unavezenlavida |
| Distribution | unavezenlavida, Elena Martínez |
| Übersetzung | Dòra Kapusta |
| Foto | Laura Ortega |
Produktion
| Produktion | Teatro del Barrio, unavezenlavida |
|---|---|
| Zusammenarbeit | Freedom Theatre |
| Unterstützung | NAEM Castillo Palacio de Magalia, TEJA Red de Espacios Culturales en Apoyo a Situaciones de Emergencia, La Casa Encendida |
| Kooperation | La Casa Encendida |
| Premiere | November 2025, Madrid |
Süd
Lageplan
Dokumentartheater. Theater als Widerstand. Narrative & Begegnung
Schweizer Premiere. Nominiert für den ZKB Förderpreis
Dauer
80 Min.
Sprache
Arabisch, Englisch, Deutsch
Übertitelungen
Deutsch, Englisch
Alter
interessant ab 16 Jahren
Hinweis
In dieser Vorstellung kann keine Induktionsschleife angeboten werden.