Nabil Al-Raee & unavezenlavida

Trapped in Hope

Flüchtlingslager Al-Aroub, Madrid

Wer unter Besatzung lebt, hat nicht das Privileg, hoffnungslos zu sein. «Trapped in Hope» ist ein dringlicher, persönlicher Bericht aus der Perspektive des palästinensischen Volkes. Nabil Al-Raee erzählt von einem Alltag unter Besatzung – und von Theater als Praxis des gewaltlosen Widerstands. Das Stück stellt Fragen nach Macht und Deutungshoheit: Wer spricht, wer wird gehört, und wer bestimmt, was bleibt? Entwickelt mit dem spanischen Kollektiv unavezenlavida, wird es zu einem Ort der Auseinandersetzung, der dominante Narrative infrage stellt – gegen Schweigen und Vergessen.

Trailer zum Stück

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Wer unter Besatzung lebt, hat nicht das Privileg, hoffnungslos zu sein. Hoffnung ist zugleich Notwendigkeit und Last – ein Paradox, das diesem dokumentarischen Theaterabend seinen Titel gibt. Auf der Bühne steht Nabil Al-Raee, der im Flüchtlingslager Al-Aroub im Westjordanland lebt und viele Jahre das Freedom Theatre in Jenin leitete. In «Trapped in Hope» erzählt er aus seiner eigenen Biografie und einer künstlerischen Praxis, die Theater als Raum des Widerstands versteht.

Das Stück setzt sich mit dem fortdauernden Streben nach Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes auseinander und wirft zentrale Fragen auf: Wer darf sprechen? Wer wird gehört? Und wer hat die Macht, Geschichte zu schreiben? Aus einer Erfahrung heraus, die noch immer viel zu selten Gehör findet, entsteht ein dichter, persönlicher und politischer Erzählraum.

Gemeinsam mit Miguel Oyarzun und Juan Ayala vom spanischen Kollektiv unavezenlavida entwickelt, wird das Stück zur Begegnung zwischen einem palästinensischen Theatermacher und einem internationalen Publikum. Im Zentrum steht die gemeinsame Präsenz – als Raum des Zuhörens, des Teilens und des Vorstellens anderer Zukünfte: jenseits von Gewalt, getragen von der Kraft des Theaters.

Daten und Tickets

Vorstellungen ab heute

Begleitprogramm

Publikumsgespräche


nach allen Vorstellungen


Stammtisch


Theater zwischen Widerstand und Verständigung
Di 18.8., 20.00 Uhr

Barrierefreiheit

Zugänglich mit Rollstuhl Mit Untertiteln

Einfach gesagt

«Trapped in Hope» (auf Deutsch: «Gefangen in der Hoffnung») ist ein Theaterstück. Es erzählt vom Leben unter Besatzung aus Sicht des palästinensischen Volkes. Eine Besatzung ist, wenn militärische Truppen ein Staatsgebiet besetzen.

Der Text ist persönlich und sehr direkt. Der Performer Nabil Al Raee berichtet von seinem Alltag. Er zeigt, wie das Leben unter Besatzung aussieht. Gleichzeitig spricht er über Theater als eine Form von friedlichem Widerstand. Er spricht auch direkt mit dem Publikum und bezieht dieses in das Stück ein.

Das Stück wird zu einem Ort für Diskussion und Nachdenken. Es stellt verbreitete Erzählungen infrage und möchte gegen Schweigen und Vergessen wirken.

Inhaltliche & Sensorische Hinweise

Das Theaterstück setzt sich mit Gewalt und Folter auseinander und enthält persönliche Berichte sowie Szenen emotionaler Belastung.
Der Performer interagiert direkt mit dem Publikum und lädt Zuschauer*innen ein, sich mündlich einzubringen oder freiwillig auf der Bühne mitzuwirken.
Die Aufführung enthält Theaternebel.

 

Künstlerische Leitung und Besetzung

TextNabil Al-Raee, Juan Ayala, Miguel Oyarzun
PerformanceNabil Al-Raee
RegieJuan Ayala, Miguel Oyarzun
DramaturgieYasmeen Audisho Ghrawi
Bühnenbild, Kostüm & ProjektionenDarina Jabr
LichtdesignValentín Álvarez
MusikNabil Al-Raee
SounddesignKyria Libia
Produktionunavezenlavida
Distributionunavezenlavida, Elena Martínez
ÜbersetzungDòra Kapusta
FotoLaura Ortega

Produktion

ProduktionTeatro del Barrio, unavezenlavida
ZusammenarbeitFreedom Theatre
UnterstützungNAEM Castillo Palacio de Magalia, TEJA Red de Espacios Culturales en Apoyo a Situaciones de Emergencia, La Casa Encendida
KooperationLa Casa Encendida
PremiereNovember 2025, Madrid

Süd

Lageplan

Dokumentartheater. Theater als Widerstand. Narrative & Begegnung

Schweizer Premiere. Nominiert für den ZKB Förderpreis

Dauer

80 Min.

Sprache

Arabisch, Englisch, Deutsch

Übertitelungen

Deutsch, Englisch

Alter

interessant ab 16 Jahren

Hinweis

In dieser Vorstellung kann keine Induktionsschleife angeboten werden.