Zentral oben

Zuhören, zuschauen, mitmachen

Das neue, vom Architekten Ralph Alan Mueller und dem Szenografen Lük Stucki entworfene Zentral umfasst nicht mehr nur eine, sondern gleich drei Präsentationsplattformen: Neben zwei Bühnen für Strassenkunst, Konzerte und mehr gibt es im ersten Stock einen Veranstaltungsraum in luftiger Höh, den wir kurz «Zentral oben» nennen.
Zentral oben ist konzipiert als offener Ort der Begegnung und der kulturellen Vielfalt. Hier kann man sich mit Menschen aus anderen Kulturen austauschen, kann erfahren, was es heisst, mit Migrationshintergrund in Zürich zu leben, oder was es bedeutet, mit einer Behinderung den Alltag zu bewältigen.
Tagsüber finden Arbeitstreffen und Workshops statt. Ab 18 Uhr ist der Raum für alle frei zugänglich. Gastgeber*innen am Abend sind unter anderem Bla*Sh, das Netzwerk Schwarzer Frauen in der Deutschschweiz (Fr 16. bis So 18.8.). Das Flüchtlingstheater Malaika, zu dem Menschen aus mehr als zehn Ländern gehören, lädt zu Brettund Kartenspielen, Tanz und Tee (Di 20. bis Sa 24.8.), und ein künstlerisch-kuratorisches Team aus ehemaligen watch&talk-Teilnehmenden richtet einen «Shelter for the Sensitive Skin» ein (Mo 26. bis Fr 30.8.). 
Zentral oben ist auch der Sitz von Radio Landiwiese: Redaktionsmitglieder von «Die Migras» und «Radio Brhan» von Radio LoRa produzieren hier an zwei Tagen ihre Sendungen (Fr 23./Sa 24.). Und begleitet von den Profis von GDS.FM, dem Radio gegen den Strom, und der Radioschule klipp+klang berichten Jugendliche mit Fluchtoder Migrationshintergrund über das Festival.
Am letzten Wochenende schliesslich schlägt hier Hotel Regina sein Lager auf. Das Kollektiv, das sich am HyperWerk Basel zusammengefunden hat, bezeichnet seine Projekte als «konstruktive Provokation», «sozialen Maschinenbau» oder auch als «unerwünschte Optimierungen». Bei seiner interaktiven Videoinstallation «Big Fat Flipper», die unter anderem an der Jungkunst 2017 in Winterthur Furore gemacht hat, kann sehr wohl geflippert werden. Doch geht es bei dem digital-analogen Spiel am liebevoll zusammengebastelten Automaten weniger um Geschicklichkeit, höchste Punktzahlen und Tilt-Vermeidung, als um Machtverhältnisse, Glück und Gefühle. Denn: «Big Fat Flipper» ist der erste Automat, der echt empathisch, aber eben auch echt fies ist.
So oder so, schauen Sie rein, es lohnt sich: Zentral oben ermöglicht neue Ein- und Ausblicke – auf die Welt, auf das Festival, auf uns. (esc)

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Das neue, vom Architekten Ralph Alan Mueller und dem Szenografen Lük Stucki entworfene Zentral umfasst nicht mehr nur eine, sondern gleich drei Präsentationsplattformen: Neben zwei Bühnen für Strassenkunst, Konzerte und mehr –› S.60–62 gibt es im ersten Stock einen Veranstaltungsraum in luftiger Höh, den wir kurz «Zentral oben» nennen.
Zentral oben ist konzipiert als offener Ort der Begegnung und der kulturellen Vielfalt. Hier kann man sich mit Menschen aus anderen Kulturen austauschen, kann erfahren, was es heisst, mit Migrationshintergrund in Zürich zu leben, oder was es bedeutet, mit einer Behinderung den Alltag zu bewältigen.
Tagsüber finden Arbeitstreffen und Workshops statt. Ab 18 Uhr ist der Raum für alle frei zugänglich. Gastgeber*innen am Abend sind unter anderem Bla*Sh, das Netzwerk Schwarzer Frauen in der Deutschschweiz (Fr 16. bis So 18.8.). Das Flüchtlingstheater Malaika, zu dem Menschen aus mehr als zehn Ländern gehören, lädt zu Brettund Kartenspielen, Tanz und Tee (Di 20. bis Sa 24.8.), und ein künstlerisch-kuratorisches Team aus ehemaligen watch&talk-Teilnehmenden richtet einen «Shelter for the Sensitive Skin» ein (Mi 28. bis Fr 30.8.). 
Zentral oben ist auch der Sitz von Radio Landiwiese: Redaktionsmitglieder von «Die Migras» und «Radio Brhan» von Radio LoRa produzieren hier an zwei Tagen ihre Sendungen (Fr 23./Sa 24.). Und begleitet von den Profis von GDS.FM, dem Radio gegen den Strom, und der Radioschule klipp+klang berichten Jugendliche mit Fluchtoder Migrationshintergrund über das Festival.
Am letzten Wochenende schliesslich schlägt hier Hotel Regina sein Lager auf. Das Kollektiv, das sich am HyperWerk Basel zusammengefunden hat, bezeichnet seine Projekte als «konstruktive Provokation», «sozialen Maschinenbau» oder auch als «unerwünschte Optimierungen». Bei seiner interaktiven Videoinstallation «Big Fat Flipper», die unter anderem an der Jungkunst 2017 in Winterthur Furore gemacht hat, kann sehr wohl geflippert werden. Doch geht es bei dem digital-analogen Spiel am liebevoll zusammengebastelten Automaten weniger um Geschicklichkeit, höchste Punktzahlen und Tilt-Vermeidung, als um Machtverhältnisse, Glück und Gefühle. Denn: «Big Fat Flipper» ist der erste Automat, der echt empathisch, aber eben auch echt fies ist.
So oder so, schauen Sie rein, es lohnt sich: Zentral oben ermöglicht neue Ein- und Ausblicke – auf die Welt, auf das Festival, auf uns. (esc)

Ein inklusiver Anlass

Zugänglich mit Rollstuhl

Geöffnet

täglich ab 18 Uhr

Dank

Radio Landiwiese und die Radioworkshops werden unterstützt von der Stiftung für Radio und Kultur Schweiz und der Radioschule klipp+klang.

Die Angebote im Zentral oben werden grosszügig unterstützt von der Ernst Göhner Stiftung und der Max Kohler Stiftung.

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