Royce Ng

Queen Zomia

Hongkong

Nominiert für den ZKB Anerkennungspreis und den ZKB Publikumspreis

In «Queen Zomia», seiner jüngsten Performance, nimmt sich der in Hongkong lebende Multimediakünstler Royce Ng erneut eine düstere, zwiespältige und legendenumrankte Figur der asiatischen Wirtschaftsgeschichte vor. In «Kishi the Vampire», das er 2016 im Rahmen der Short Pieces am Theater Spektakel gezeigt hat, war es der Kriegsverbrecher und nachmalige japanische Premiere Nobusuke Kishi. Diesmal ist es Olive Yang, berüchtigte Drogenbaronin und ungekrönte Königin von Zomia, dem anarchisch geprägten Hochland zwischen Myanmar, Laos, Thailand und Vietnam. Olive Yang, die neben ihrer Ehe zahlreiche Affären mit Männern und Frauen hatte, in unterschiedlichen Geschlechterrollen auftrat und gegen Ende ihres Lebens Nonne wurde, kontrollierte während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Opiumhandel in Südostasien. In seiner Multimedia-Performance kreiert Royce Ng ein labyrinthartiges Geflecht von Erzählsträngen, indem er die Biografie dieses schillernden weiblichen Warlords mit historischen Fakten und Recherchen über den Opiumanbau im Goldenen Dreieck und eigenen Drogenerfahrungen verknüpft. Wie auf der erzählerischen Ebene verbindet Ng auch auf der visuellen Ebene verschiedenste Techniken: Neueste Software zur Herstellung von 3D-Welten verbindet er mit Spiegel-Illusionstechniken aus dem 19. Jahrhundert, um so vor den Augen des Publikums ein virtuelles Zomia entstehen zu lassen. Angelegt als gespinstartiger Dialog zwischen einem Performer und seinem Traum, findet die Performance im Innern einer gläsernen Pyramide statt, wo sich Erzählung, computergenerierte halluzinatorische 3D-Animationen und der Soundtrack des australischen Komponisten John Bartley zu einem rauschartigen Ganzen verbinden. (esc)

 

Künstlerische Leitung und Besetzung

Text, Regie & PerformanceRoyce Ng Sounddesign John Bartley
AnimationZheng Mahler Studio
Technische LeitungMichele Piazzi
ÜbertitelungAlina Buchberger (Übersetzung), Dòra Kapusta (Operator)


Produktion

KoproduktionNational Museum of Modern and Contemporary Art Seoul, New Vision Arts Festival Hongkong, Kampnagel Hamburg und Zürcher Theater Spektakel
ResidenzenNe-N’a Contemporary Art Space Artist Residency Programme Chiang Mai und Studio Piazzi Berlin
PremiereNational Museum of Modern and Contemporary Art Seoul, September 2018


Werft Foyer

Lageplan

Multimedia Performance

Koproduktion

Dauer

60 Min.

Sprache

Englisch

Übertitelungen

Deutsch

Ein inklusiver Anlass

Zugänglich mit Rollstuhl Mit Untertiteln

Mehr dazu

Vorstellungen

Vorstellungen ab heute
  • Sa 24.08. 21:30 - 22:30 CHF 35.–/25.– 
  • So 25.08. 21:30 - 22:30 CHF 35.–/25.– 
  • Mo 26.08. 21:30 - 22:30 CHF 35.–/25.– 

Spielplan