Simone Aughterlony & Jen Rosenblit

Everything Fits In The Room

Schweiz  / Deutschland  / USA

In dem Raum von «Everything Fits In The Room» verbinden sich dungeon-artige Begegnungen mit gewöhnlichen häuslichen Trödeleien zu einem Wesen, das Fürsorge, Gefahren und Amnesie gleichermassen begünstigt. Aughterlony und Rosenblit, mit Gutierrez und Self an den Soundkörpern, befördern in ihrem komplexen Verhältnis zur Ordnung die Bildung von Lecks und Rissen innerhalb von kommunalen Architekturen.
Eine freistehende Wand, eine bewegliche Kücheninsel, halb verweste Körper sind Teile einer störanfälligen Ökologie, die ständig neu ausgerichtet sein will. Rhythmisierende Magie unterstützt das Unterfangen trotz der Nicht-Beherrschbarkeit der Ingredienzien. Handelt es sich um eine Baustelle oder eine Kochsendung? Der Raum öffnet seinen Horizont in der Abwendung von der Pflicht, Dinge zu beseitigen, die angeblich den Fortschritt aufhalten. (Text: Aughterlony & Rosenblit)

 

 

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Die beiden Künstlerinnen Jen Rosenblit und Simone Aughterlony haben sich in der Performance «Uni * Form» (Theater Spektakel 2015) näher kennengelernt und dabei gemeinsame Interessen entdeckt: Beide setzen ihr Vertrauen in die Ungewissheiten, die das Erkunden von unbekanntem Terrain oder Zonen des Übergangs mit sich bringt. Ihre Projekte setzen sich in ein Verhältnis zum Publikum, ernsthaft und herausfordernd. Die neue Performance von Simone Aughterlony und Jen Rosenblit beschäftigt sich mit aktuellen Formen feministischer Politik jenseits von Manifesten.

In dem Raum von «Everything Fits In The Room» verbinden sich dungeon-artige Begegnungen mit gewöhnlichen häuslichen Trödeleien zu einem Wesen, das Fürsorge, Gefahren und Amnesie gleichermassen begünstigt. Aughterlony und Rosenblit, mit Gutierrez und Self an den Soundkörpern, befördern in ihrem komplexen Verhältnis zur Ordnung die Bildung von Lecks und Rissen innerhalb von kommunalen Architekturen .
Eine freistehende Wand, eine bewegliche Kücheninsel, halb verweste Körper sind Teile einer störanfälligen Ökologie, die ständig neu ausgerichtet sein will. Rhythmisierende Magie unterstützt das Unterfangen trotz der Nicht-Beherrschbarkeit der Ingredienzien. Handelt es sich um eine Baustelle oder eine Kochsendung? Der Raum öffnet seinen Horizont in der Abwendung von der Pflicht, Dinge zu beseitigen, die angeblich den Fortschritt aufhalten.

«Die wesentlichen Dinge sind da. Es gibt ein Fenster, nur wird es nicht wie üblich zugänglich sein, oder die Einrichtung erlaubt uns nicht, die Sicht daraus zu geniessen. Natürlich gibt es Türen, und sie stecken auch meist in Wänden. Die Wände allerdings sind keine blossen Träger mehr, ihr Dasein ist selbst zum Moment von Darstellung geworden. Wir werden das tun, was wir immer tun, um uns im Raum zu finden, und wir haben auch alles Nötige dabei. Die Dinge werden ihren Platz schon einnehmen, irgendwie, unabhängig von Art oder Menge.

Keine Sorge. Gefickt wird auch weiterhin dort in der Ecke. Es könnten theoretisch auch andere Formen des Liebemachens ausgeübt werden, auch wenn wir sie nicht unbedingt so nennen: Vielleicht heissen sie jetzt Füttern, Baden oder Recyceln. Das Dach ist ein Dach. Es erfüllt seine Dach-Funktion, nur gibt es darin kleine Ritzen, winzige Einschlagslöcher, durch die das Licht kommt und sich ausbreitet. Es spielt keine Rolle mehr, ob dieses Licht künstlich oder natürlich ist.» (Text: Aughterlony & Rosenblit)

 

 

Künstlerische Leitung und Besetzung

Konzept PerformanceSimone Aughterlony, Jen Rosenblit
Komposition KlangkörperMiguel Gutierrez, Colin Self
GastperformanceTeresa Vittucci
LichtinstallationFlorian Bach
Musik, Küche, SkulpturNik Emch
Dramaturgische BeratungJorge León, Joshua Lubin-Levy, Anna Mülter, Saša Bozic
Technische LeitungMarie Prédour
Technische Leitung auf TourneeHugo Cahn
ProduktionsleitungSina Kiessling
Pro­duktionsassistenzDagmar Bock
AdministrationKarin Erdmann
DiffusionART HAPPENS
Erste KlangrechercheTami T
Dank anRosie Management, Uferstudios Berlin, Sandrine Ligabue (stellvertretende Leiterin der Kulturabteilung des Generalkonsulats der Schweiz in New York), Ruth Childs, Zuzanna Ratajczyk
FotoJorge León, Ian Douglas

Produktion

Auftrag & KoproduktionHAU Hebbel am Ufer Berlin
ProduktionVerein für allgemeines Wohl
KoproduktionGessnerallee Zürich, Arsenic Lausanne
UnterstützungStadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Tanzhaus Zürich, ImpulsTanz Wien, Ernst Göhner Stiftung, Georges und Jenny Bloch-Stiftung, Fête de la Danse Genf, District Berlin
PremiereBerlin, Januar 2017, im Rahmen von «Utopische Realitäten», einer Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer und Haus der Kulturen der Welt, im Programm «100 Jahre Gegenwart», kuratiert von HAU Hebbel am Ufer und gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Rote Fabrik, Shedhalle

Lageplan

PERFORMANCE

Dauer

1:20 Std.

Ein inklusiver Anlass

Zugänglich mit Rollstuhl

Hinweis

nur Stehplätze

Dank

Veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Gessnerallee Zürich.

Links

Vorstellungen

Vorstellungen ab heute
  • Fr 17.08. 21:30 - 22:50 CHF 37.–/27.– 
  • Sa 18.08. 21:30 - 22:50 CHF 37.–/27.– 
  • So 19.08. 21:30 - 22:50 CHF 37.–/27.– 

Spielplan