Lola Arias

Campo minado / Minefield

Argentinien  / Grossbritannien

In «Campo Minado/Minefield» lässt Regisseurin und Autorin Lola Arias, Spezialistin für dokumentarisches Theater, drei britische und drei argentinische Veteranen aus dem Krieg um die Falkland-/Malvinas-Inseln auf der Bühne zusammentreffen. In einer multimedialen Performance aus dokumentarischem Bildmaterial, Schauspiel und Musik erzählen die sechs Männer, wie sie diesen Krieg  1982  erlebt und überlebt haben, und was er mit ihnen gemacht hat. Entstanden   ist ein fesselnder, grossartiger Abend, in welchem sich die Veteranen als begnadete Performer erweisen, die zum Ende der Aufführung die Bühne mit ihrer Band buchstäblich rocken. «Der Krieg ist grauenhaft», sagt einer der Männer. «Aber aus dem Schrecklichen und Hässlichen ist etwas sehr Schönes geworden – ein Theaterstück, in dem Menschlichkeit und Erlösung durchschimmern.» (kdi)

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Vor 36 Jahren kämpften sie an gegnerischen Fron- ten, heute kommen sie in der Performance der argentinischen Regisseurin und Autorin Lola Arias auf einer Bühne zusammen: In «Campo minado/ Minefield» erzählen drei britische und drei argentinische Veteranen des Krieges um die Falkland-/ Malvinas-Inseln, wie sie diesen Krieg 1982 erlebt und überlebt haben, und was er mit ihnen gemacht hat. Es sind erschütternde Berichte, die dem Publikum den Schrecken des Krieges sehr nahe bringen. Und grossen Respekt für die Männer auf der Bühne wecken, die trotz ihres Schicksals alles andere als gebrochen wirken. Sie erweisen sich im Gegenteil als begnadete Performer, Schauspieler und Musiker, die zum fulminanten Ende der Auf- führung die Bühne mit ihrer Band buchstäblich rocken. «In diesem Projekt geht es um Erinnerung», sagt Lola Arias, die sich bestens auskennt mit dokumentarischem Theater. Eines ihre bekanntesten Stücke «Mi vida después», in dem sechs Schauspieler das Leben ihrer Eltern im Argentinien der Siebzigerjahre nachstellen, war am Theater Spektakel 2009 zu sehen. Immer wieder setzt Arias persönliche Geschichten in den Kontext historischer Zusammenhänge. In «Campo Minado/Minefield» ist es ihr darum gegangen, anhand der individu- ellen Geschichten der Veteranen ein umfassendes Bild des Krieges und seiner Auswirkungen auf die Menschen zu entwerfen. Entstanden ist ein fesselnder, grossartiger Abend. In einer multimedialen Performance aus dokumentarischem Bildmaterial, Schauspiel und Musik verwebt Arias geschickt Vergangenheit und Gegenwart. Und die sechs Veteranen spielen, als hätten sie nie etwas anderes getan, mit unglaublicher Energie und funkelndem Humor: der Psychologe, der heute mit kriegstraumatisierten Soldaten aus Irak und Afghanistan arbeitet; der Triathlon-Champion, der nach dem Krieg drogensüchtig geworden ist; der Strafverteidiger, der nie eine Waffe in die Hand nehmen wollte; der Lehrer für handicapierte Kinder, der noch heute um den feindlichen Soldaten trauert, der in seinen Armen gestorben ist; der Mann vom Sicherheitsdienst, der als nepalesischer Söldner für England gekämpft hat, und der Schlagzeuger einer Beatles-Tribute-Band, der den Untergang eines argentinischen Kriegsschiffs überlebt hat. «Der Krieg ist grauenhaft», sagt der Lehrer. «Aber aus dem Schrecklichen und Hässlichen ist etwas sehr Schönes geworden – ein Theaterstück, in dem Menschlichkeit und Erlösung durchschimmern.» (kdi)

Künstlerische Leitung und Besetzung

Text & RegieLola Arias
MitLou Armour, David Jackson, Gabriel Sagastume, Ruben Otero, Sukrim Rai, Marcelo Vallejo
Recherche & ProduktionSofia Medici, Luz Algranti
BühneMariana Tirantte
MusikUlises Conti
LichtDavid Seldes
VideoMartin Borini
TontechnikRoberto Pellegrino, Ernesto Fara
KostümeAndrea Piffer
AssistenzErika Teichert
ProduktionsassistenzLucila Piffer
Produktions­ und technische AssistenzImanol López
Recherche­ Assistenz EnglandKate O’Connor
Tournee­ AssistenzMelisa Santoro
ÜbertitelungDaniel Tunnard (englische Übersetzung), David Mass (deutsche Übersetzung), Melissa Santoro (Operator)
FotoTristram Kenton

Produktion

Auftrag & ProduktionLIFT Festival London
KoproduktionBrighton Festival, Royal Court Theatre London, Universidad Nacional de San Martín, Festival Theaterformen Braunschweig, Le Quai Angers, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Maison des Arts de Créteil, Humain trop humain – CDN de Montpellier
PremiereLIFT Royal Court Theatre, London Juni 2016
KooperationVeranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Theaterfestival Basel.

Nord

Lageplan

DOKUMENTARTHEATER

Dauer

1:40 Std.

Sprache

Spanisch und Englisch mit deutschen Übertiteln

Publikumsgespräch

So 26.8., nach der Vorstellung

Ein inklusiver Anlass

Zugänglich mit Rollstuhl Mit Untertiteln Mit induktiver Höranlage

Dank

Die Aufführungen am Theater Spektakel werden unterstützt von der AVINA Stiftung.

Links

Vorstellungen

Vorstellungen ab heute
  • Sa 25.08. 19:00 - 20:40 CHF 43.–/33.– 
  • So 26.08. 19:00 - 20:40 CHF 43.–/33.– 
  • Mo 27.08. 19:00 - 20:40 CHF 43.–/33.– 

Spielplan