Mali

Fatoumata Bagayoko

Fatou t'as tout fait

Nominiert für den ZKB Anerkennungspreis und den ZKB Publikumspreis

Es gehört zu den schrecklichsten und immer noch viel zu oft schamvoll verschwiegenen Erfahrungen, die einem Mädchen in Mali wiederfahren können: die Beschneidung der Genitalien. Die Tänzerin und Choreografin Fatoumata Bagayoko ist beschnitten. Als Kleinkind musste sie das brutale und sinnlose Ritual über sich ergehen lassen, ihre Eltern wollten es so. Später als Teenager musste sie dabei assistieren, erlebte wie ein Mädchen verblutete. Nun bricht sie ihr Schweigen. Indem sie das Schicksal der Mädchen offen beklagt, distanziert sie sich auch von den Werten und Traditionen der Malinké, zu denen sie gehört. Ihr ihrer expressiven, ganz in Rot-Schwarz gehaltenen Performance versteht die junge Tänzerin es nicht nur, dem erlittenen Schmerz und der Angst in beeindruckender Weise künstlerisch Ausdruck zu geben, sondern auch der ungeheuren Wut über das nicht wiedergutzumachende Unrecht, das man ihr im Namen einer patriarchalen Tradition angetan hat. Ein beeindruckend mutiges Solo. (esc)

Künstlerische Leitung und Besetzung

Choreografie, Text & InterpretationFatoumata Bagayoko
LichtdesignHermann Coulibaly
Musik«Strange Way» von Manuel Wandji
ÜbertitelungDòra Kapusta (Übersetzung)

Produktion

ProduktionCompagnie Diri Ladon / C’est Comment
UnterstützungAnkata / Simply the Best, eeg-cowles Foundation
Dank anBienvenue Bazié, Régine Chopinot, Lacina Coulibaly, Serge Aimé Coulibaly, Lila Greene, Fatou Traoré, Francis Viet
PremiereFestival Dense Bamako Danse, November 2015
FotoMargot Tamizé

Tanzperformance

Schweizer Premiere

Dauer

25 Min.

Sprache

Bambara, mit deutschen und französischen Übertiteln

Ein inklusiver Anlass

Zugänglich mit Rollstuhl Mit Untertiteln

Vorstellungen

Vorstellungen ab heute
  • Mi 30.08. 20:00 - 20:25 CHF 13.-
  • Do 31.08. 20:00 - 20:25 CHF 13.-

Spielplan