Ein Festival der Extreme

1/34 Zürcher Theater Spektakel 2017: Ein Festival der Extreme (Bild: Ronny Nussbaumer)
2/34 Der neue Eingangsbereich am Zürcher Theater Spektakel.
3/34 Anne-Cécile Vandalem & Das Fräulein (Kompanie): Tristesses. DO 17.8. bis SA 19.8., Werft.
4/34 Radhouane El Meddeb: Face à la mer, pour que les larmes deviennent des éclats de rire. DO 17.8. bis SA 19.8., Seebühne
5/34 Sturmwarnung auf der Landiwiese.
6/34 Sturmwarnung auf der Landiwiese.
7/34 Sturmwarnung auf der Landiwiese.
8/34 Bêtes de foire - Petit théâtre de gestes. DO 17.8. bis 29.8., Chapiteau Bêtes de foire
9/34 Compagnie Barbarie: Wa wilder Mann. DO 17.8 bis SA 19.8., Süd
10/34 Mats Staub: 21. DO 17.8. bis MO 21.8., Pavillon
11/34 Tim Zulauf / KMUProduktionen: Trollhaus - Maison de Trolls. SA 19.8 bis MI 23.8, Saal
12/34 Wen Hui & Living Dance Studio: Red. Do 17.8. bis SA 19.8., Nord
13/34 Nowy Teatr: Jeden gest (Eine Geste). MO 21.8. bis MI 23.8., Süd
14/34 Veranstalter Workshop: Podiumsdiskussion Inklusion. DI 22.8., Rote Fabrik
15/34 Wael Shawky: The Song of Roland: The Arabic Version. DI 22.8. bis MI 23.8., Werft
16/34 Klipp & Klang: Radio Workshop für Kinder.
17/34 Boyzie Cekwana: The Last King of Kakfontein. DO 24.8. bis SA 26.8., Rote Fabrik Aktionshalle
18/34 Rabih Mroué & Münchner Kammerspiele: Rima Kamel featuring Rima Khcheich. FR 25.8. bis SA 26.8., Süd
19/34 Mariano Pensotti & Grupo Marea: Arde brillante en las bosques de la noche. FR 25.8. bis SO 27.8., Nord
20/34 Eko Supriyanto & EkosDance Company: Balabala. SA 26.8. bis SO 27.8., Seebühne
21/34 Kornél Mundruczó & Proton Theatre: Látszatélet (Imitation of Life). SA 26.8. bis MO 28.8., Werft
22/34 Louis Vanhaverbeke & Campo: Multiverse. MO 28.8. bis MI 30.8., Süd
23/34 Marlene Monteiro Freitas: Bacantes. DI 29.8. bis MI 30.8., Nord
24/34 Kuro Tanino & Project M: Mother. DI 29.8. bis DO 31.8., Saal
25/34 Venuri Perera & Geumhyung Jeong: Venuri n Geumhyung. DI 29.8. bis MI 30.8., Rote Fabrik Shedhalle
26/34 Sankar Venkateswaran: Criminal Tribes Act. DI 29.8. bis MI 30.8., Rote Fabrik Backstein
27/34 Danya Hammoud: O.T. (Ohne Titel). MI 30.8. bis DO 31.8., Rote Fabrik Fabriktheater
28/34 Fatoumata Bagayoko: Fatou t'as tout fait. MI 30.8. bis DO 31.8., Rote Fabrik Fabriktheater
29/34 Focus-Puller: About Ding Yulei. FR 1.9. bis SA 2.9., Rote Fabrik Shedhalle
30/34 Adrienne Vergara: Yenyen de Sarapen: Mascotry 101. DO 31.8. bis SA 2.9., Zentral-Bühne
31/34 Lukas Avendaño: No soy persona. Soy mariposa. SA 2.9., Rote Fabrik Backstein
32/34 ZKB Preisverleihung: Tuna Beren im Gespräch mit Sandro Lunin
33/34 ZKB Preisverleihung: Tuna Beren im Gespräch mit Stadtpräsidentin Corine Mauch und Dr. János Blum, Mitglied des Bankpräsidiums der Zürcher Kantonalbank
34/34 Preisverleihung ZKB Preise 2017

Das 38. Zürcher Theater Spektakel ist Geschichte. Es war ein Festival der Extreme, in jeder Hinsicht: Das Programm – das letzte, das Sandro Lunin verantwortete – war mit 50 Produktionen, über 400 eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern, Mitwirkenden und Gästen aus über 35 Ländern und mit 14 Bühnen so umfangreich wie nie zuvor. Das Wetter mit ungewöhnlichen Hitzetagen, Sturm, sintflutartigen Regenfällen und Temperaturen von 10° bis 32°C stellte den Festivalbetrieb vor einige Herausforderungen und sorgte für eine nicht programmierte Premiere: Die Landiwiese musste wegen eines aufziehenden Sturms mit Windgeschwindigkeiten von über 80 km/h geräumt und vier Vorstellungen abgesagt werden. Schäden bei Gebäuden und Personen gab es glücklicherweise nicht, dies nicht zuletzt, weil das Publikum den Anweisungen der Mitarbeitenden zügig Folge leistete. Der neukonzipierte Eingangsbereich hat nicht nur Wind und Wetter, sondern auch dem Ansturm des Publikums standgehalten und sich als kurzfristig bestimmter Aussenspielort bewährt.

Ausserordentlich gross war auch die Spannweite der künstlerischen Positionen und Formate: Sie reichte von politisch hochbrisantem Sprechtheater über radikale Bewegungssprachen und expressive Kurzstücke junger Performance-KünstlerInnen bis hin zu verspielten zirzensischen Traumwelten. Mit einer immer wieder überraschenden Offenheit und einer grossen Neugier liess sich das Publikum auch auf sperrige oder schwierig zugängliche Produktionen in fremden Sprachen ein. Die Zahlen belegen dies einmal mehr deutlich: 26 000 Karten wurden abgesetzt, die durchschnittliche Auslastung beträgt erneut 86 % und drei Viertel aller Vorstellungen liegen über der budgetierten Auslastung. Das attraktive Programm auf der Zentralbühne, die Strassenkunst auf den Aussenspielorten, das vielfältige gastronomische Angebot und die spezifische Festivalatmosphäre vermochten an den spätsommerlichen Abenden ohne Sturm und Regen rund 110 000 BesucherInnen auf die Landiwiese zu locken.

Ausführlicher Schlussbericht

 

Bilder: ©ZTS/Christian Altorfer